• Sandra Borkowsky

Martingal Halsband Selbernähen

Aktualisiert: 10. März 2019



Nähanleitung für ein Martingalhalsband.

Inklusive Materialliste Martingalhalsbänder sind besonders für Windhundrassen geeignet, bei denen der Kopfumfang kleiner als der Halsumfang ist. Die spezielle Funktionsweise des Zugstopps verhindert ein Herauswinden des Hundes, bei richtiger Einstellung. Das Halsband sollte zugezogen kleiner als Schritt 4 und offen größer als Schritt 1 aus unserer Messanleitung sein. Die Gurtbandbreite lässt sich auch zwischen Halsband und Zugstoppteil variieren. Die Anleitung birgt eine kleine knifflige Stelle, weshalb wir Anfängern zuerst zu einem normalen Halsband oder einem Zugstopphalsband raten (dort werde die einzelnen Schritte auch noch ausführlicher erklärt). Zeit wird kaum mehr benötigt, als bei einem Standardhalsband, etwa 15-40min, je nach Erfahrung.
Benötigte Materialien: Diese und viele weitere Materialien findest du in meinem Shop für Selbermacher! Gurtband (hier 40mm Beige) – Webband (hier 30mm Leopard) – 3 Verstellschieber aus Metall (hier 40mm Zinkdruckguss) – 1 D-Ring (hier 40mm) – Softshell oder anderes Polstermaterial (hier Softshell in rot) – Maßband Schneiderschere* – Garn* – Feuerzeug (optional: – Wäscheklammer oder Stoffklammern* zum Fixieren)

Es beginnt, wie jedes Halsband, mit dem Abflammen aller Enden und Aufnähen des Webbandes auf das Gurtband. Nach diesem Schritt wird auch der erste Schieber wie bei einem gewöhnlichen Halsband vernäht.



Dann wird ein weiterer Schieber aufgefädelt. Genau so, wie es normalerweise nun ein Teil der Steckschnalle wäre, wenn man mit einem Standardhalsband vergleicht. Dieser Schieber wird nicht angenäht und bleibt lose.

An das andere Ende wird der dritte Schieber genäht. Wichtig ist, immer darauf zu achten, dass eine Schlaufe des Schiebers frei nach außen zeigend bleibt. (Das gilt für beide Schieber an den Enden) Zum Annähen nehme ich diesmal eine enge Zickzacknaht, man könnte auch eine Kreuznaht nehmen.

Dieses fast fertige Halsband wird jetzt in diesem Schritt schon gepolstert, so ist es am einfachsten. Ich nehme Softshell, mit der robusten Seite nach außen. Gepolstert wird zwischen dem fest angenähten Schieber und dem Verstellschieber. Der Verstellschieber muss dabei auf die kleinste gewünschte Einstellung gestellt werden. Zum Annähen selbst kann er wieder etwas verschoben werden, wenn man sich den Punkt markiert oder merkt.

Jetzt geht es an den eigentlichen Verschluss für das Martingalhalsband. Dieser besteht aus einem weiteren Gurtbandstück, in meinem Fall sind es 25cm. Zur gewünschten Zugstopplänge sollten etwa +5cm geplant werden, die für das Vernähen des Rings gebraucht werden. Das Zugteil sollte auch nicht zu kurz gewählt werden, da es sonst an der Maschine umso kniffliger wird! (Fertig genäht hat mein Zugteil 20cm, 10cm einseitig gemessen bei zugezogenem Halsband)



Hier sieht man, wie sich die Gurtbänder überlappen müssen, der D-Ring wird dazwischen gelegt. Zuerst näht man die Seite an, an der das Gurtbandende nach Außen offen ist. Der D-Ring wird dabei auf die Seite geschoben, er ist ja schon aufgefädelt und kann dann nicht mehr vergessen werden.

Die erste Zickzacknaht wird genau auf der Überlappung gesetzt und zwar die breiteste Naht, die die Maschine hergibt! Sehr eng und langsam nähen, sodass es ein schönes Stichbild und eine stabile Verbindung ergibt. Die andere Überlappung wird genauso genäht. Unbedingt darauf achten, dass der D-Ring dazwischen liegt. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann nun noch auf jede Seite, näher zum D-Ring, eine weitere Naht setzen, nötig ist es aber nicht unbedingt.

Dieser Schritt ist übrigens schwieriger, je breiter das Gurtband und desto kürzer der Zugbereich ist. Es lässt sich auch schön variieren, zum Beispiel das Halsband in 40mm, den Zugteil aus 25mm Gurtband. Ich habe mich trotzdem für 40mm entschieden. Man muss das Gurtband etwas unter der Maschine hin- und herschieben, um nicht die falschen Teile zusammen zu nähen. Dies kann etwas dauern, bis alles richtig sitzt, nicht aufgeben :).

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